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Gelingende Integration

Diakonie für Bielefeld gestaltet Integration von Flüchtlingen


Integration von Flüchtlingen

Vorne von links: Marc Korbmacher (Geschäftsführer Diakonie für Bielefeld), Harbin, Philip, Georgia Stamatis, Kerem-Cem, Yannik Hellmich, Vesel, Kerstin Beckmann-Schönwälder und Ingo Nürnberger (Sozialdezernent). Hinten von links: Rivelino und Carola Wolf (Leiterin Schulen und Stadtteileinrichtungen in der Diakonie für Bielefeld) Foto: Diakonie für Bielefeld

Die Entwicklung des Zuzugs von geflüchteten Menschen nach Bielefeld stellt die Stadtteile vor die Herausforderung, neben der Unterbringung und Versorgung der Menschen auch deren Integration in den Blick zu nehmen. Als Reaktion darauf hat der Rat der Stadt Bielefeld Ende letzten Jahres zusätzliche Mittel zur Stärkung der Quartiersarbeit, zur Stärkung der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie zur Durchführung von Projekten bereitgestellt. Insgesamt stehen dafür 2 Mio. Euro ab Mitte 2016 für zwei Jahre zur Verfügung.

Die Diakonie für Bielefeld hat – neben weiteren Trägern – davon Mittel für zwei zusätzliche halbe Sozialarbeiterstellen (befristet für zwei Jahre) bekommen – eine für die Quartiersarbeit/Stadtteilkoordination und eine für die Kinder- und Jugendarbeit. Ziel ist, mit der Quartiersarbeit die Veränderungen im jeweiligen Quartier zu begleiten, vorhandene Strukturen zu stabilisieren bzw. tragfähige Integrationsstrukturen aufzubauen sowie das bürgerschaftliche Engagement im Quartier zu fördern. Wichtig ist dabei, die Bewohnerinnen und Bewohner in den Quartieren zu aktivieren, die Entwicklung ihrer Umgebung mitzugestalten.

Sozialdezernent, Ingo Nürnberger, bekräftigt: „Integration findet nicht nur in den Sprachkursen statt, sondern vor allem auch in den Quartieren, durch Begegnungen. Und die wollen wir fördern. Wir lassen die Nachbarschaften nicht im Stich, sondern unterstützen sie bei der Integrationsarbeit.“

Auch die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit übernehmen bei der Integration der geflüchteten Menschen eine wichtige Funktion. Sie dienen als Orte der Begegnung, der Freizeitgestaltung und bieten die Möglichkeit, Unterstützung bei Fragen und Problemen zu erhalten. Ingo Nürnberger: „Es freut mich sehr, dass die geflüchteten Kinder und Jugendlichen in den Einrichtungen ankommen. Wir wollen, dass diese Arbeit nicht zulasten der bisherigen Zielgruppen geht. Deshalb unterstützen wir auch hier.“

Die Diakonie für Bielefeld gGmbH bietet im Kirchenkreis Bielefeld vielfältige ambulante Unterstützung für Menschen in schwierigen oder ungewöhnlichen Lebenslagen. Über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für lösungsorientierte, vorurteilsfreie und schnelle Unterstützung und Begleitung. Gesellschafter der Diakonie für Bielefeld sind der Ev. Kirchenkreis Bielefeld und das Ev. Johanneswerk.

Geschäftsführer Marc Korbmacher betont: „Gelingende Integration verstehen wir als einen Prozess des Kennenlernens, des sich Verstehens und des sich Annehmens aller im Quartier lebenden Menschen. Unsere Rolle dabei ist es, Räume und Angebote zu schaffen, in denen dieser Prozess geschieht. Die zusätzlichen Ressourcen zur Quartierskoordination und der Jugendarbeit, die durch die Stadt Bielefeld in Form der Finanzierung einer weiteren Personalstelle zur Verfügung gestellt werden, ermöglichen dies.

Konkret heißt das zum Beispiel:

  • Wir bringen in Kontakt: Eröffnung des Stadtteilcafés im HELLi am 6. Oktober 2016 um 16 Uhr
  • Wir schaffen Raum für Begegnung: Erkunden der Umgebung, kulturelle Erlebnisse ermöglichen, gemeinsame Aktivitäten im Café und im Stadtteil durchführen
  • Wir gestalten Teilhabe: Ferien und Erholung, Begleitung durch den Bildungs-Alltag
  • Wir leben Partizipation:  aktive Beteiligung ermöglichen
  • Wir schaffen genderbezogene Angebote: Mädchen- und Jungenarbeit, Angebote für Frauen und Männer“

Die neuen Mitarbeitenden sind Georgia Stamatis und Dominik Schirmer. Stamatis hat ihre Tätigkeit bei der Diakonie für Bielefeld am 1. Juli 2016 begonnen, Schirmer am 1. August 2016. Yannik Hellmich, seit 2012 Mitarbeiter bei der Diakonie für Bielefeld und seitdem in der Stadtteileinrichtung HELLi tätig, wird sich im Schwerpunkt um die Quartierskoordination kümmern.