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Fachstelle Trauma und Flucht für Kinder und Jugendliche seit acht Monaten in Betrieb


Das Team der Fachstelle Trauma und Flucht für Kinder und Jugendliche

Die Fachstelle Trauma und Flucht für Kinder und Jugendliche ist seit acht Monaten an der Paulusstraße zu finden. [Foto: Diakonie für Bielefeld]

Die Fachstelle bereitet sich auf einen intensiven Sommer vor. Schon jetzt, 8 Monate nach Inbetriebnahme, muss die Fachstelle mit Wartelisten arbeiten, weil der Zulauf von Nutzer*innen stetig zunimmt. Es ist zu erwarten, dass, wenn aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche in Bielefeld ihren Alltag erleben, sie einen Bedarf nach Bearbeitung der Fluchterlebnisse entwickeln werden. Dann werden die Mitarbeiterinnen der Fachstelle auch für diese jungen Menschen bereit sein.

In der Fachstelle Trauma und Flucht werden geflüchtete Kinder und Jugendliche psychosozial begleitet, die nach ihrer Flucht schlimme Erlebnisse verarbeiten müssen. Hierdurch soll einer Chronifizierung von psychischen Erkrankungen entgegengewirkt werden. Damit werden Grundlagen für eine schulische und soziale Integration gelegt, die Kindern und Jugendlichen mit Traumafolgestörungen ohne adäquate Versorgung erschwert ist.

Die Fachstelle wird als Bürogemeinschaft der Diakonie für Bielefeld gGmbH und der AWO Kreisverband Bielefeld e.V. in der Paulusstraße 24-26, im Haus der MutWerkstatt der Diakonie für Bielefeld betrieben. In der Fachstelle werden die alltäglichen Belastungen der jungen Menschen besprochen, um für diese Belastungen neue oder andere Umgangsmöglichkeiten zu entwickeln. Bei Ihrer Arbeit kommen bekannte Methoden wie Notfallkoffer, Körperarbeit, der „sichere Ort“, und weitere Imaginationsübungen zum Einsatz.

Oft ist es nötig, den Menschen im Umfeld, aber auch den jungen Menschen selbst, besondere Phänomene der Traumatisierung und der Traumafolgestörungen zu erklären. Dazu bieten die Mitarbeiterinnen betroffenen Familien und Teams von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe erklärende Gespräche an und verwenden dazu spezielle Bücher und Materialien. Um die jungen Menschen möglichst gut begleiten zu können, wird die Kooperation mit anderen Trägern und Institutionen groß geschrieben: Weiterführend werden die jungen Menschen bei Bedarf an Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen weitergeleitet.

Diese Arbeit der Diakonie für Bielefeld wird aus Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege für drei Jahre finanziert. Für weitere Aufgaben ist die Fachstelle Trauma und Flucht auf andere finanzielle Mittel angewiesen und auf der Suche nach Ideen und Spender*innen.